Inhalt - 2015

Swiss ICT Award 2015: die Gewinner

Die unabhängige Jury vergab die Auszeichnungen für herausragende Projekte und Services nachfolgender Firmen.

Swiss ICT Award 2015: Bison Schweiz AG mit "Bison ESL Manager"

Kurzbeschrieb:

Elektronische Regaletiketten (ESL) dienen zur automatischen Preis- und Informationsbeschriftung von Waren direkt am Regal. Die Web App „ESL Manager“ ist als Monitoring Applikation aufgebaut und man kann die Regalinformationen zentral, minutenschnell und ohne manuellen Zugriff ändern (bspw. Bestpreis-Garantie). Die Anbindung an ein ERP-System gewährleistet die Prozesssicherheit und die Etiketten basieren auf E-Papier-Technologie. Finalist Bison Schweiz AG entwickelt seit mehr als 30 Jahren ERP-Softwarelösungen.

Die Jury-Begründung

Nach Ansicht der Jury ist der „ESL (Electronic Shelf Label) Manager“ genau das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt und ein hervorragendes Beispiel dafür, was aktuell mit Web Apps und kleiner Infrastruktur realisiert werden kann. Die zukunftsorientierte, einfach zu bedienende und flexible Lösung ermöglicht den schnellen Wechsel von Informationen und bietet dank Integration in bestehende Systeme eine hohe Prozesssicherheit und -effizienz.

Der ESL Manager zeichnet sich neben der einfachen Nutzung auch durch vielfältige zusätzlich denkbare Einsatzgebiete aus.

Die Digitalisierung in verschiedene Richtungen mit modernster Technologie, die schnell und sehr einfach nutzbar ist, lässt die Jury davon ausgehen, dass „ESL Manager“ zum neuen Standard im Retail-Business werden kann.

Website von Bison

Interview mit dem CEO von Bison, Michael Buser

Swiss ICT Newcomer Award 2015: Blindflug Studios mit "First Strike"

Kurzbeschrieb

„First Strike“ ist zum einen eine spannende Strategie-Simulation rund um einen nuklearen Weltkrieg, zum andern hat das mobile Game (iOS, Android) im Unterschied zu verwandten Games eine Botschaft:  Es will darauf aufmerksam machen, dass wir nach wie vor das nukleare Potential haben, die Welt zu zerstören. Das erste Game der Zürcher Blindflug Studios ist eine kostenpflichtige App und bereits ein grosser Erfolg bei Publikum und Medien.

Begründung der Jury:

Die Jury hat der neuartige Ansatz überzeugt, spannende und lustige Spiele mit brisanten Themen zu verknüpfen. „First Strike“ macht deutlich – ohne belehrend zu sein und ohne dass die Spielfreude verloren geht –, dass einen Nuklear-Krieg zu gewinnen vor allem Zerstören und Vernichten bedeutet, und es nur Verlierer gibt (es sei verraten, dass es auch einen friedlichen Weg gibt, um das Spiel zu gewinnen).

Nach Ansicht der Jury ist es dem jungen Zürcher Unternehmen gelungen, ein fantasievolles Spiel mit einer politischen Botschaft zu verbinden und die Umsetzung ist – inhaltlich wie technisch – hervorragend geglückt. Mit der Verleihung des Swiss ICT Newcomer Awards 2015 will die Jury zudem das Engagement der Blindflug-Crew honorieren, die grössten Probleme der Welt mit interessanten Games zum Thema zu machen. Auf den nächsten Wurf zum Thema Flüchtlinge darf man gespannt sein.

Website

Swiss ICT Public Award 2015: Swisscom (Schweiz) mit "ServiceNow"

Kurzbeschrieb:

„Everything as a Service“ ist ein zukunftsträchtiger Ansatz: ServiceNow heisst eine der ersten Applikationen in der Swisscom Application Cloud und sie soll das Bestellwesen erleichtern. Die Management-Plattform kann aktuell im VBS (Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) den gesamten Bestell- und Verrechnungsprozess bei der Nutzung temporärer Kommunikationsinfrastruktur  (z.B. in WKs) mehrsprachig abbilden. Zu den Zielgruppen zählen auch Firmen und andere Behörden.

Swiss ICT Special Award 2015: "Virtopsy"

Kurzbeschrieb

Das Projekt „Virtopsy“ („virtuelle Autopsie“) löst dank IT die Trennungen in der traditionellen Rechtsmedizin auf, bei welcher Kriminaltechniker zuerst den Tatort untersuchen und die Rechtsmediziner anschliessend Opfer autopsieren.

„Virtopsy“ kombiniert heute und weltweit erstmals beide Untersuchungen in modernster 3D-Technologie: die Forensiker scannen den Tatort digital und die Rechtsmediziner das Opfer mit MRI und Computertomograf (CT), zusätzlich kommt ein Roboter zum Einsatz. So kann ein Mensch samt allen Auffälligkeiten als detaillierter 3D-Körper abgebildet werden.

„Virtopsy“ kann in der Folge den Tatort, Täter und Opfer kombinieren und einen Tathergang in 3D-Bildern wiedergeben. Die Vorteile: Die Scans können personenunabhängig untersucht werden, man kann von Auge schwer erkennbare Verletzungen aufdecken und all dies auch Jahre später in 3D.

Begründung der Jury

„Virtopsy ist ein herausragendes Beispiel, was dank IT alles möglich ist – in einem Bereich, wo IT gar nicht vermutet wird“,

mehr (Artikel aus dem swissICT Magazine)