Inhalt - 2014

Swiss ICT Award-Gewinner 2014

Die Gewinner wurden 2014 neu für herausragende Projekte und IT-basierte Dienstleistungen vergeben (Vorjahre: Firmen und Organisationen).

Swiss ICT Award 2014: iart für MegaFaces

MegaFaces in Sotschi (©Hufton+Crow).

Es sei der "Mount Rushmore im digitalen Zeitalter": mit MegaFaces können in einem von iart entwickelten 3D-Fotoautomaten dreidimensionale Objekte (Gesichter) gescannt und als bis zu acht Meter hohe, leuchtende Reliefs plastisch wiedergegeben werden. Entwickelt wurde MegaFaces für die olympischen Winterspiele in Sotschi 2014.

Die Jury-Begründung für die Auszeichnung: Neben der Komplexität der gesamten Installation und all den Innovationen, die darin stecken, hat die Jury besonders beeindruckt, dass die interdisziplinäre Lösung, die Software und Hardware verbindet, bis ins kleinste Detail von iart entwickelt und realisiert wurde. Neben der ersten dreidimensional ansteuerbaren, grossflächigen LED-Wand kamen eigens für das Projekt entwickelte 3D-Fotoautomaten und Softwarekomponenten zum Einsatz, die so auf dem Markt bis anhin nicht erhältlich waren. iart ist ein herausragendes Beispiel, was Schweizer IT alles sein kann und möglich macht.

iart

Newcomer 2014: iRewind mit "AirRewind – OnAirCamera"

Das patentierte OnAirCamera-System.

iRewind hat die Jury überzeugt mit ihrem patentierten OnAirCamera-System, welches Filmkameras und Software mit einer Smartphone-App und Geolokalisierung kombiniert und Multiangle-HD-Aufnahmen ohne Server oder mobile Datenverbindung direkt auf ein Smartphone streamt.

Die Jury-Begründung für die Auszeichnung: Die Entwicklungen im Video-Markt, die steigende Vernetzung und die stetig wachsende Benutzung von Smartphones, sind Zeichen dafür, dass in einer Kombination dieser Elemente ein enormes Marktpotential liegt und mit neuen Lösungen der Markt bewegt und verändert werden wird. Diese Schweizer Lösung ist eine technisch hervorragende Lösung eines aktuellen Mega-Trends und verbindet zeitnahe Innovation mit hochwertiger Umsetzung.

iRewind

Special Award 2014: Martin Odersky, Professor für Programmiermethoden an der École polytechnique fédérale Lausanne, Begründer der Programmiersprache Scala

Prof. Martin Odersky, EPFL

Martin Odersky wird von der Jury mit dem Special Award ausgezeichnet für die Entwicklung der Sprache Scala, die das Beste aus den Welten der funktionalen und der objektorientierten Programmierung vereint. Momentan findet ein Paradigmen-Wechsel in der Software-Entwicklung statt, weil vermehrt die funktionale Programmierung eingeführt wird. Scala ist die typische Brückensprache: Es unterstützt funktionale Programmierung, kombiniert sie aber mit den klassischen objektorientierten Methoden. Scala, auf der unter anderem Twitter basiert, wird von vielen als möglicher Nachfolger für die Java-Sprache auf der JVM-Plattform gesehen. Oderskys Sprache ist plattformunabhängig, erweiterbar und skalierbar, so dass sie mit den Anforderungen der Benutzer und der nächsten Software-Generation wächst.

Odersky, deutscher Staatsbürger, lehrt an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL). Er repräsentiert als ein weiteres internationales Aushängeschild die Innovationskraft und die erfolgreiche kommerzielle Umsetzung von Forschungsprojekten in der Industrie, in der besten Tradition schweizerischer Hochschulen.

Prof. Martin Odersky

Public Award 2014: Bundesamt für Landestopografie swisstopo mit map.geo.admin.ch

map.geo.admin.ch ist Publikumsfavorit.

Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo vermisst die Schweiz, erhebt und dokumentiert Veränderungen der Landschaft (geologische, geodätische und topografische) und stellt Karten der Schweiz her. Version 3 von map.geo.admin.ch – dem Kartenviewer des Bundes – macht Geodaten und Karten schneller, mobiler und flexibler nutzbar, dank OpenSource Software, Cloud-Computing und einer Mobile Web-App basierend auf HTML5.

Für diese Leistungen wurde swisstopo in einem Online-Voting zum Publikumsliebling unter allen Finalisten gewählt.

map.geo.admin.ch